Donnerstag, 5. Oktober 2017

Innovation

Der vorletzte Round Robin hat das Thema "Innovation". Einfach, dachte ich zuerst. Täglich bin ich mit dem Thema konfrontiert und auch in meinem früheren Arbeitsleben war es immer wieder Thema. z. B. Farmer Innovation während meiner EZ-Zeit in Südafrika. Dabei war die Idee - nein - die Innovation, dass sogenannte "model farmer" als peer educators (auf einer Ebene) die anderen Farmer über innovative Techniken etc. informieren sollten. Dabei hatten die Experten mal wieder nicht bedacht, dass Innovation nicht unbedingt überall den gleichen Stellenwert hat. In Zulu ist dieses Wort nicht positiv belegt, sondern jemand ist innovativ, wenn er sich so durchwurschtelt, es nicht korrekt macht, sondern so lala... Schwer zu beschreiben, da das Wort auch nicht 1 zu 1 übersetzt werden kann.  Das war für mich immer wieder ein absoluter AHA-Effekt, wenn ich festgestellt habe, dass unsere Begriffe, die wir so toll als Projekt- oder Programmüberschriften stellen in der lokalen Sprache entweder gar nicht existieren oder eine ganz andere Bedeutung haben. Das kann den Erfolg oder das Scheitern ausmachen. Das wollte ich umsetzen.

Aber dann fand ich diesen wunderschönen grünen Reißverschluss in meinem Fundus und ich hatte eine neue Idee!!!!



Der Reißverschluss ist vor 100 Jahren in die Serienproduktion gegangen. Was muss das für eine tolle Innovation in dieser Zeit gewesen sein? Stiefel und Hosen konnten nun schneller geöffnet und geschlossen werden. Aber auch für mich ist der Reißverschluss immer wieder ein Phänomen. Wir sind leidenschaftliche Zelter. Der Schlafsack, das Zelt, meine Reisetasche, meine vielen Täschchen für alles und jedes, meine Jacken.... alles mit Reißverschluss. Ich liebe ihn.

Er hat etwas Trennendes und Verbindendes. Manchmal befindet sich auch eine Überraschung dahinter.

Ich habe eine Ecke an dem Round Robin abgetrennt und mit dem RV wieder verbunden.



Und da man ihn ja öffnen soll, ist innen ein Stoff hinterlegt.


Und nun freue ich mich auf das Paket mit dem letzten Round Robin mit dem Thema "Alterung". Oh, ich habe schon einige Ideen im Kopf.......

Sonntag, 24. September 2017

Von der Natur inspiriert - Stoffspielerei im September

Diesen Sommer war ich immer wieder fasziniert von dem Spiel der Libellen am Teich. Sie haben für mich etwas Leichtes, Fröhliches und Unbeschwertes. Sommergefühl halt.



Das passt super zum Thema der Stoffspielereien nach der Sommerpause "Von der Natur inspiriert.

Der Hintergrundstoff ist selbst gefärbt mit Proxion, die Gräser und der Libellenkörper sind appliziert und die Flügel sind aus hitzemanipulierter Organza aufgefilzt mit der Embellisher.




Mehr Beiträge zu Naturinspirationen  findet ihr heute bei Siebensachen zum Selbermachen

Die nächsten Stoffspielereien finden am 27. Oktober bei Ute - 123 Nadelei, statt. Das Thema ist: Fäden auf Farbe.

Samstag, 23. September 2017

Wochenrückschau #38/17

Am Wochenende zeigte sich der Spätsommer nochmal von seiner schönen Seite. Wir haben das herrliche Spätsommerwetter ausgenutzt und sind nochmal zur Tochter gebraust und haben uns von ihr die Stadt und die Umgebung zeigen lassen.





Mano nimmt uns ja  auf ihrem Blog Mano's Welt oft virtuell mit zu ihren Ausflügen und daher hatte ich auch das Ziel Riddagshausen entdeckt. Es war herrlich dort, im KLoster, dem tollen Garten und der Spaziergang an den Teichen. Vielen Dank an Mano für den Tipp.


Weekend Reflections






Vielleicht inspirieren mich die Feuerwanzen oder der Grashüpfer noch zu Michaelas Mustermittwoch Septemberthema "Insekten".


Später in der Woche konnte ich Lisa  (Stroh zu gold) in Besenhausen besuchen. Ihre Ausstellung im Zollhäuschen bewundern und mit Katja Töpfer plaudern, die gemeinsam mit Lisa ausstellt und ihre Fotografien zeigt.




Da das Wetter nicht so toll war, machten wir es uns im Grenzhäuschen am Ofen mit Tee gemütlich. Die sehr kleinen Häuschen auf den sehr kleinen Grundstücken haben es mir wirklich angetan. Und ich habe mir welche mitgenommen. Hier berichtet Ulrike auf ihrem Blog Ulkau mit sehr schönen Fotos von ihrem Besuch bei Lisa. Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 24.09.2017 zu sehen.

Am Freitag noch einmal ums Dorf gelaufen und durch den Garten geschaut, hier und da Unkrauf gezupft,




einen Prückenstrauch gepflanzt für's Ecoprinting



und geerntet.



Das macht Freude und erdet. Da kann ich super gut die Woche abschütteln und mich auf's Wochenende einlassen.

Samstagsplausch
Weekend reflections




Montag, 11. September 2017

Schön war's - trotzdem Zeit loszulassen

Ach, LaWerra ist vorbei und es war wieder so schön. Schönes Wetter, viele Besucher, tolle Ausstellerinnen und tolle Darsteller, tolles Publikum. Ich komme gar nicht raus aus dem Staunen und Schwärmen. Der Wettbewerb war ein toller Erfolg. Das Publikum hat drei Werke ausgesucht, die das Thema Frau am besten umgesetzt haben. (Mein Beitrag ist natürlich nicht fertig geworden). Ich hatte lieben Besuch von Klaus und Martina von den TexARTists und den Kindern. Das Haus war voll und wir hatten viel Spaß zusammen.

STILLE


Leider oder  ist es Glück??? habe ich meine "Stille" verkauft. Insgeheim hatte sie schon einen Platz an einer meiner Wände. Aber jetzt wird sie einen schönen Platz in Südrankreich haben. Das freut mich natürlich auch sehr. Bei Werken mit denen man während der Entstehungsphase sehr gehadert hat, fällt das Loslassen manchmal doch schwer.

Hierzu hatte ich alte Leinenstoffe mit der low water-Methode gefärbt und dann den Wandbehang nach einem eigenen Design genäht und frei gequiltet.

@ verlinkt
Modern Patch Monday

Freitag, 1. September 2017

Wochenschau #35/17

Ich schaue gerade auf die vergangenge Woche zurück.
Montag noch mal zur Dokumenta mit Kollegen. Wunderschönes Spätsommerwetter, Kassel zeigt sich mal wieder von seiner charmanten Seite.







Ich bin immer wieder begeistert, wie grün die Stadt ist. Noch bist du im Shopping-Zentrum, drehst dich um und gehst ein Stückchen weiter und schon ist man in der Karlsaue, die durch die strenge Gestaltung sehr viel Ruhe ausstrahlt.



Dienstag ein letztes Orga-Treffen vor der LaWerra. Überall weisen Plakate und Banner auf die Ausstellung hin, die Sonntag stattfindet.

 
Mittwoch herrliches Wetter lockt mich in den Garten. Dort muss mal wieder etwas Hand angelegt werden.


Die Tomaten verlieren sich gerade in der Krautfäule

Der Lavendel muss geschnitten werden und zum Trocknen ausgelegt werden. Später werden herrlich durftende Kräutersäckchen daraus entstehen.




Hier sind schon die Motive für Michaelas Insekten Mustermittwoch im September.


OK, Spinnen gehören nicht zu den Insekten, aber egal.....

Und dann nochmal ein letztes Sonnenstündchen bevor der Herbst einzieht.



Donnerstag war die Französichgruppe zu Gast, es gab eine herrlich leckere Erbsen-Zucchini-Suppe.





Heute habe ich dann endlich das Paket mit den Round Robin #3 der Textilkunstgruppe TexARTists zum Thema "Innovation" ausgepackt. Ich hatte es schon seit 3 Wochen hier stehen, aber irgendwie gab es immer wieder etwas was mich abgelenkt hat und ich nicht die nötige Muße hatte zum Auspacken und mich mit dem neuen Thema anzufreunden. Jetzt hängt das Teil an meiner Designwand und hat schon zu mir gespürochen. Die Richtung ist  geklärt, jetzt muss nur noch die Umsetzung geplant werden.



Und zwischen durch immer wieder versucht am Wettbewerbsbeitrag für LaWerra zum Thema "Frau" zu arbeiten.





 Na, ob ich das heute noch fertig bekomme?

Samstagsplausch 





Samstag, 26. August 2017

Ein Bruch im Fluss

Gerade als ich total bei mir, im herrlichen Fluss freihand quilte, überlege ich dabei, ich könnte ja mal einen Post über meine Füsschen schreiben, speziell die Stick- und Quiltfüße.

Mein Arbeitspferd hat mir 12 Jahre treue Dienste geleistet, hatte mittlerweile einen Riß, in den sich die Fäden krochen und mich ausbremsten und auch das Plastik war schon ziemlich porös und böckelig.

Ich habe mir einen neuen Freihandstickfuß aus Metall gegönnt. Mit einer Öffnung vorne. Davon habe ich mir mehr Sicht und mehr Beweglichkeit versprochen. Aber wenn ich mehere Lagen quilten möchte oder besticken, eventuell mit Stickereien versehen oder erhitzen Materialfetzen etc. ist das Verheddern vorprogrammiert.



Also habe ich mir meinen "alten" Quiltfuß wieder aufgesetzt (den ich natürlich noch nicht entsorgt hatte - das hätte ich als Verrat empfunden, wir haben so viele Projekte gemeinsam gemeistert....)

Und ZACK - ein Knall  - ein Schreck und mein toller Stickfüß war einmal und mir flogen die kleinen Teile um die Ohren.


OK - es war abzusehen, deshalb hatte ich ja auch schon einen neuen Fuß gekauft.

hier kann man sehr gut sehen, wie abgenutzt er schon war....


Ja, und was soll ich sagen. Er hat es nicht überlebt.


Freitag, 18. August 2017

Vom Monoprint zum textilen Bucheinband





Diese Monoprints sind im letzten Winter entstanden. Ich wollte ein wenig Ordnung schaffen und habe damit begonnen, meine Farben zu sortieren. Weit bin ich nicht gekommen, da ich ausprobieren wollte, wie sich Acryfarbe auf Stoff macht. Es hat einen ziemlich harten Griff. OK. Jetzt wusste ich das. Sie wurden also wieder zur Seite gelegt.

Ich experimentiere gerne, aber immer auch irgendwie ergebnisorientiert. Jetzt habe ich sie zu textilen Buchhüllen weiterverarbeitet.

In zwei Wochen ist LaWerra. Eine Frauenkunstausstellung, die ich mit organisiere. Dort stelle ich  meine Arbeiten aus dem Mixed Media Bereich aus. Textile Wandbehänge. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass wenn FRAU zu einer solchen Veranstaltung geht, sie auch immer gerne etwas mit nach Hause nehmen möchte. Bei mir ist das jedenfalls so. Da aber so viel Schönes eigentlich später nicht so wirklich genutzt werden kann, biete ich gerne auch immer sogenannte "functional art" an. Etwas was man auch brauchen/benutzen kann.
So was wie Buchhüllen. Oder kleine Aufbewahrungsutensilien. Die liebsten Begleiter und wunderschöne Mitbringsel.

Ja, und da habe ich mich wieder an die Monoprints erinnert. Ideal als Grundlage. Dazu wurden durch sehr viel Oberflächenbearbeitung Strukturen geschaffen. Garne, Fäden und Tüdelü wird lagenweise aufgebracht und mit freier Maschinenstickerei fixiert. (Tüdelü ist eigentlich alles, was ich nicht irgendwo leigen lassen kann, Papierchen, Fädchen, Federchen, Wolle, Garnabschnitte,......)




Ich benutze sehr gerne dieses varigated Garn. Durch den Farbverlauf kann man sehr schön bestimmte Bereiche betonen.


Zum freien Sticken stelle ich die Fadenspannung auf 0 und senke den Tranporteur ab. Ich benutze Topstich-Nadeln für alle meine Stickereien. Diese haben ein größeres Nadeloer. Dadurch gleitet der Faden ruhiger und reisst nicht so leicht.
Da ich die Nadeln je nach dem was ich gerade nähe, bwz. sticke oft wechsele, aber mir nie merken kann, welche Nadel gerade in der Maschine ist, habe ich mir ein Chart genäht. Hier parke ich alle Nadeln und eine Stecknadel (rotes Köpfchen im Bild) markiert, welche Nadel gerade im Einsatz ist.

Das nächste Stück wurde mit Zeitungsausschnitten laminiert. Dazu benutze ich Weißleim. Wenn man nach einer Trocknugszeit diesen Kleber wieder abwäscht und das Papier abrubbelt, bleibt die Druckerschwärze auf dem Untergrund und gibt sehr schöne Effekte.  Das macht so viel Spaß und der Aha-Effekt ist enorm.





Hier habe ich mir schöne bunte Bilder aus Zeitschriften ausgerissen und laminiert.

 Irre oder?